Für wen ist ARTS?
A.R.T.S. Anonymous ist offen für alle, die sich in ihrer Kreativität blockiert, überfordert oder entfremdet fühlen. Viele von uns haben erlebt, dass äußere Erfolge oder Anerkennung uns nicht dauerhaft befreien konnten von inneren Widerständen, Ängsten oder Selbstzweifeln.
Manche fühlten sich gelähmt, andere getrieben – unfähig, das eigene Werk zu beginnen oder zu beenden.
A.R.T.S. bietet keinen Rat und keine Therapie. Wir teilen unsere Erfahrungen, Kraft und Hoffnung in einer Gemeinschaft,
die auf den Zwölf Schritten und Zwölf Traditionen basiert, wie sie von anderen 12-Schritte-Genesungsgruppen zum Genesung von Süchten gelebt und gearbeitet werden.
Wer sich in den folgenden Beschreibungen wiederfindet, kann in A.R.T.S. einen Weg zur Genesung und zum freien schöpferischen Ausdruck entdecken.
Die Zwölf Wesenszüge des vermeidenden Künstlers
- Wir wuchsen in einer Atmosphäre der Abwertung auf, was zu einer Unsicherheit über unseren
künstlerischen Ausdruck führte. - In jedem einzelnen 24-Stunden-Abschnitt finden wir die Gelegenheit, bewusst oder unbewusst,
dasjenige zu vermeiden, das uns die größte Freude bereitet – unsere Kreativität auszudrücken. - Wir ziehen uns aus unserer Kunst zurück, indem wir uns in Lebensstile, Beziehungen und Arbeiten
hineinwerfen, die unvereinbar sind mit unserer künstlerischen Bestimmung. Unsere schöpferische
Energie ist oft abgelenkt von destruktiven Zwängen in Verbindung mit Alkohol, Essen, Sex, Geld,
Drogen, Spielen und ständigem beschäftigt sein mit der Vergangenheit. - Wir bringen viele nutzlose Opfer für unsere Kunst und schrecken dennoch davor zurück, die
notwendigen Opfer zu bringen. Wir sind außerstande, die wichtigen Bereiche unseres Lebens
im Gleichgewicht zu halten: körperliche Gesundheit, Finanzen, soziales Leben, Sex und Liebe,
familiäre Angelegenheiten, Spiritualität und Kreativität. - Uns selbst herabsetzende Gedanken und gesellschaftliche Mythen drehen sich in unseren Köpfen:
„Es ist zu spät – Ich bin zu alt – Ich bin noch nicht so weit – Ich bin nicht gut genug – Kunst hat keinen
praktischen Nutzen – Künstler sind neurotisch – Du wirst verhungern!“ Wir nehmen dies als wahr an,
obgleich es das nicht ist. - Wir fühlen uns durch den Erfolg anderer Künstler und Künstlerinnen eingeschüchtert. Eifersucht, Neid,
Furcht, Selbstmitleid, Perfektionismus und andere Charakterfehler blockieren unsere künstlerische
Ausdrucksfähigkeit. - Wir stehen immer an der Schwelle eines Neubeginns, fürchten uns aber davor, Verpflichtungen dafür einzugehen.
Aus Angst, unsere Kreativität als Möglichkeit zu nutzen, unseren Lebensunterhalt zu bestreiten,
bleiben wir im Amateursyndrom hängen. Die Vorstellung, uns selbst mit unserer Kunst zu erhalten,
scheint überwältigend. Wir sind nicht in der Lage, den kommerziellen Wert unserer Kunst zu bestimmen. - Wir denken, unsere Kunst ist von der Wirklichkeit abgetrennt und versagen uns damit das Recht,
unserem Traum zu folgen. Wir vergessen, dass Künstler und Künstlerinnen ein Recht auf ihre erfüllende
Tätigkeit haben und das Glück und den Erfolg verdienen, den diese erfüllende Tätigkeit mit sich bringt. - Wir verleugnen unsere Verantwortlichkeit, unser Talent voll zu entwickeln und umzusetzen.
Wir fühlen uns des Erfolges, den wir erzielen oder ersehnen, nicht wert. Wir fühlen uns wie Betrüger. - Weil wir mehrfach talentiert sind, haben wir Schwierigkeiten, unsere wirkliche künstlerische Vision / Bestimmung
zu erkennen, eine Verpflichtung für sie einzugehen und Prioritäten zu setzen, um sie zu vollenden. - Wir haben große Schwierigkeiten, Projekte durchzuhalten und sabotieren oft unsere eigenen Anstrengungen.
Wir möchten an unserer Kunst arbeiten, wissen aber nicht wie. Wir werden ungeduldig in diesem Prozess,
vergessend, dass das Ergebnis nach Gottes Zeit kommt und nicht nach unserer. Unsere Zeit können wir
nicht bestimmen. - Wir haben Angst vor unserer kreativen Energie und misstrauen unserem künstlerischen Gespür.
Da es uns an spirituellem Bewusstsein mangelt, sehen wir uns nicht als Kanal des unendlichen
schöpferischen Prozesses.
Die Zwölf Talente des genesenden Künstlers
- Wir wachsen in einer Atmosphäre der Bestätigung und Überzeugung, dass künstlerischer Ausdruck
Teil unseres einzigartigen Beitrags für die Welt ist. - In jedem 24-Stunden-Abschnitt planen wir besonnen eine künstlerische Aktivität, die unsere Kreativität
ausdrücken wird. - Wir übergeben unser Leben und unsere Kunst unserer Höheren Macht, in der Erkenntnis, dass wir
ohne die Hilfe dieser mystischen Kraft verloren sind. Wir tauchen ein in unsere Kunst und erlauben nicht,
dass uns zerstörerische Zwänge von unserer Kreativität ablenken. Wir unterhalten einen Lebensstil,
der unsere Kreativität nährt. - Wahrhaftig gegenüber unserem inneren Selbst streben wir nach Balance in den bedeutenden Bereichen
unseres Lebens. Wir konzentrieren uns darauf körperlich fit, finanziell stabil und sozial erfüllt zu werden,
liebevolle Beziehungen einzugehen und Verbundenheit mit unseren Familien zu pflegen, während wir
spirituell wachsen und uns kreativ ausdrücken. - Wir schalten die „Tonbänder“ in unseren Köpfen ab, die uns gesellschaftliche Mythen vorspielen und
erkennen, dass wir als individuelle Wesen etwas einzigartiges beizutragen haben, und dass wir,
mit Hilfe unserer Höheren Macht, alles haben was nötig ist, um dieses „Etwas“ auszudrücken. - Wir erfreuen uns am Erfolg anderer Künstler und sehen uns ermutigt, dass auch wir durch unsere
Kreativität Erfolg finden werden. - Wir sind unserer Kunst verpflichtet und verfolgen Wege, die uns befähigen mögen, unseren Lebensunterhalt
durch unsere Kreativität zu verdienen. Wir erforschen Methoden, um den finanziellen Wert
unserer Kunst bestimmen zu können und erkennen, dass wir in einer Welt leben, in der Geld ein
für unser Überleben notwendiger Tauschwert ist. - Während unsere Kunst immer realer für uns wird, folgen wir begeistert unseren Träumen.
Wir fühlen uns berechtigt, unsere Arbeit zu tun, und verdienen das Glück und den Erfolg, die uns
unsere richtige Arbeit bringen wird. - Mit Hilfe unserer Höheren Macht übernehmen wir die Verantwortung dafür, unser Talent voll zu
entwickeln und zu verwirklichen – jene gottgegebene Fähigkeit in uns, die uns den Erfolg bringen kann,
den wir uns tief ersehnen. - Als Multi-Talent erkunden wir jede unserer Fähigkeiten, gemeinsam oder zu verschiedenen Zeiten,
und erfreuen uns daran, wie leicht wir von einer zur anderen gleiten. Jede Fähigkeit ist eine Facette
unserer wahren künstlerischen Vision und jede trägt zum Ganzen bei. - Wir ziehen jedes Projekt durch, zu dem wir uns verpflichtet haben, und sind uns bewusst, dass
der Prozess eine Lernerfahrung ist, die sich als fruchtbarer erweisen mag, als das Ergebnis des
Projekts selbst. Zeit und Ergebnis sind in Gottes Hand, nicht in unserer, und wir segnen jeden Tag,
der uns geschenkt wird, um unsere Kunst auszuüben. - Wir haben gelernt, unserem künstlerischen Instinkt zu vertrauen, und sind uns bewusst, dass wir Kanäle
des unendlichen künstlerischen Prozesses sind. Voll tiefer Dankbarkeit für unseren Anteil am Ausdruck
der kreativen Energie, bieten wir unsere Kunst als eine Gabe an, die geteilt werden sollte.
Die zwölf Schritte
der A.R.T.S. Anonymous (übernommen aus dem AA-Programm)
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Wir gaben zu, daß wir unserer Kreativität gegenüber machtlos sind und unser Leben nicht mehr meistern konnten.
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Wir kamen zu dem Glauben, daß eine Macht, größer als wir selbst, uns unsere geistige Gesundheit wieder geben kann.
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Wir faßten den Entschluß, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes – wie wir Ihn verstanden – anzuvertrauen.
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Wir machten eine gründliche und furchtlose Inventur in unserem Inneren.
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Wir gaben Gott, uns selbst und einem anderen Menschen gegenüber unverhüllt unsere Fehler zu.
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Wir waren völlig bereit, all diese Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen.
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Demütig baten wir Gott, unsere Mängel von uns zu nehmen.
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Wir machten eine Liste aller Personen, denen wir Schaden zugefügt hatten, und wurden willig, ihn bei allen wieder gutzumachen.
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Wir machten bei diesen Menschen alles wieder gut – wo immer es möglich war, es sei denn, wir hätten dadurch sie oder andere verletzt.
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Wir setzten die Inventur bei uns fort, und wenn wir unrecht hatten, gaben wir es sofort zu.
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Wir suchten durch Gebet und Besinnung die bewußte Verbindung zu Gott – wie wir Ihn verstanden – zu vertiefen. Wir baten Ihn nur, uns seinen Willen erkennbar werden zu lassen und uns die Kraft zu geben, ihn auszuführen.
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Nachdem wir durch diese Schritte ein spirituelles Erwachen erlebt hatten, versuchten wir, diese Botschaft an Künstler weiterzugeben und unser tägliches Leben nach diesen Grundsätzen auszurichten.
Die zwölf Traditionen
der A.R.T.S. Anonymous (übernommen aus dem AA-Programm)
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Unser gemeinsames Wohlergehen sollte an erster Stelle stehen; die Genesung des einzelnen beruht auf der Einigkeit in A.R.T.S.
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Für unsere Gruppe gibt es nur eine höchste Autorität, einen liebenden Gott, wie er sich in unserem Gruppengewissen zu erkennen gibt. Unsere Vertrauensleute sind nur betraute Diener; sie herrschen nicht.
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Die einzige Voraussetzung für die A.R.T.S.–Zugehörigkeit ist der Wunsch, unsere Kreativität zu erkennen und sie auszudrücken.
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Jede Gruppe sollte selbständig sein, außer in Dingen, die andere Gruppen oder A.R.T.S. als Ganzes betreffen.
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Die Hauptaufgabe jeder Gruppe ist, unsere A.R.T.S.-Botschaft zu Künstlern zu bringen, die noch leiden.
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Eine A.R.T.S.-Gruppe sollte niemals irgendeine außenstehendes Unternehmen unterstützen, finanzieren oder mit dem A.R.T.S.-Namen vertreten, damit uns nicht Geld-, Besitz- und Prestigeprobleme von unserem eigentlichen Zweck ablenken.
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Jede A.R.T.S.-Gruppe sollte sich selbst erhalten und von außen kommende Unterstützung ablehnen.
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Die Tätigkeit bei den A.R.T.S. Anonymous sollte immer ehrenamtlich bleiben, jedoch dürfen unsere zentralen Dienststellen Angestellte beschäftigen.
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A.R.T.S.- sollte niemals organisiert werden. Jedoch dürfen wir Dienstausschüsse und –Komitees bilden, die denjenigen verantwortlich sind, welchen sie dienen.
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.A.R.T.S. nimmt niemals Stellung zu Fragen außerhalb ihrer Gemeinschaft; deshalb sollte auch der A.R.T.S.-Name niemals in öffentlichen Streitfragen verwickelt werden.
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Unsere Beziehungen zur Öffentlichkeit stützen sich mehr auf Anziehung als auf Werbung. Deshalb sollten wir auch gegenüber Presse, Rundfunk, Film und Fernsehen stets unsre persönliche Anonymität wahren.
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Anonymität ist die spirituelle Grundlage aller unserer Traditionen, die uns immer daran erinnern soll, Prinzipien über Personen zu stellen.